Durchschnittlicher Beitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen von 1998 bis 2008

Beitragssätze der gesetzlichen Krankenkassen
Erhebung
Erhebung durchDestatis
Erhebungszeitraum1998 - 2007
RegionDeutschland
Veröffentlichung
Veröffentlicht durchAOK
HerkunftsverweisAOK.de
Veröffentlichungsdatum2007
Hinweise
Prozentuale Angabe des Anteils, der vom Brutto-Einkommen als Beitrag an gesetzliche Krankenversicherungen abgeführt wird. Werte wurden zum besseren Verständnis der Statistik gerundet.

* Erfasst wurden diese Werte im Januar eines Jahres. ** Der Wert für 2008 enstammt nicht der AOK-Quelle, sondern basiert auf einer Durchschnittsberechnung der aktuellen Kassenbeiträge von 220 Krankenkassen in Deutschland im September 2008.
Bericht zum Thema

06.10.2008Gesundheitsreform

Beitragssatz für gesetzliche Krankenkassen steigt

Geldbedarf im Gesundheitssystem steigt weiter
Ab dem 01.01.2009 soll in Deutschland ein einheitlicher Beitragssatz für alle Mitglieder der gesetzlichen Krankenkasse gelten. Jüngsten Schätzungen zufolge läge der bei mindestens 15,5 Prozent. Neun von zehn Versicherten müssten damit zukünftig mehr für ihre Gesundheitsabsicherung zahlen als bisher, so der GKV-Spitzenverband.

Ab Januar 2009 tritt der sogenannte Gesundheitsfonds auf den Plan, den die schwarz-rote Regierungskoalition im Jahr 2007 als Teil der letzten Gesundheitsreform verabschiedet hat. Anders als bisher werden die gesetzlichen Krankenkassen ab diesem Zeitpunkt nicht mehr wie bisher unterschiedliche Beitragssätze erheben, sondern bekommen ihre Mittel aus dem zentralen Gesundheitsfond bereitgestellt. Die Höhe der Basisbeiträge sind für jeden Arbeitnehmer gleich, egal ob die Person bei der AOK, der Techniker Krankenkasse oder einer anderen gesetzlichen Kasse versichert ist. Insgesamt sind in Deutschland rund 87 Prozent der Erwachsenen gesetzlich versichert (» Statistik zum Anteil der gesetzlich Krankenversicherten).

Nach Schätzungen des Gesundheitsministeriums wird dieser vereinheitlichte Versicherungssatz mindestens bei 15,5 Prozent liegen. Im Vergleich zum durchschnittlichen Satz Mitte 2008 wäre dies eine Steigerung um 0,6 Prozentpunkte. Für einen Arbeitnehmer, der gesetzlich versichert ist und 44.100 Euro (oder mehr) brutto im Jahr verdient, ist dies eine Steigerung von rund 11 Euro im Monat, wenn der Versicherte bisher den Durchschnittsatz von 14,9 Prozent bezahlt hat. Die Bemessungsgrenze, also der Teil des Einkommens, der zur Berechnung der Krankenkassenkosten herangezogen wird, liegt in 2008 bei voraussichtlich 3675 Euro brutto im Monat.

Gesundheitsfond soll Wettbewerb fördern

Versicherte, die bei erfolgreich agierenden Krankenkassen versichert sind, können jedoch mit einer Rückzahlung rechnen, die gegebenenfalls die anstehende Anhebung übersteigt. Erklärtes Ziel der Bundesregierung ist es, die Krankenkassen mittels des Fonds in einen härteren sowie transparenteren Wettbewerb zu zwingen. Vereinfacht gesagt, sollen alle Kassen die gleiche finanzielle Ausgangslage erhalten. Wirtschaftet eine Kasse schlecht, soll sie dies nicht mehr mit einer ungünstigen Mitgliederstruktur rechtfertigen können. Wirtschaftet sie gut, kann sie ihren Mitgliedern Prämien ausschütten.

Im Detail sieht das Vorgehen wie folgt aus: Die Auszahlung von Geldmitteln an die Krankenkassen richtet sich nicht nur nach der Anzahl ihrer versicherten Mitglieder, sondern auch nach deren demographischer Struktur. Krankenkassen, die beispielsweise aufgrund eines höheren Altersdurchschnittes ihrer Mitglieder ein erhöhtes Erkrankungsrisiko abdecken müssen, erhalten im Vergleich zu anderen mehr Geld. Kommt eine Krankenkasse dennoch nicht mit den bereitgestellten Geldern aus, kann sie von den Versicherten zusätzliche Zahlungen verlangen. Im Fall einer solchen Forderung haben die Mitglieder jedoch ein Sonderkündigungsrecht und können die Kasse – ohne Zahlung dieser Forderung – wechseln. Generell ist die maximale zusätzliche Zahlungsforderung der Krankenkasse begrenzt und darf nicht 1% des Bruttoeinkommens der Versicherten überschreiten.

Wirtschaftet eine Krankenkasse hingegen sehr erfolgreich, ist sie berechtigt, ihren Mitgliedern Rückzahlungen zu leisten. Nach Expertenschätzungen könnten solche Rückzahlungen bei gut aufgestellten Kassen bis zu 50 Euro im Monat betragen. Die Krankenkassen sind jedoch nicht verpflichtet ihren Mitgliedern Prämien auszuzahlen, wenn ihre Einnahmen aus dem Fond die anfallenden Kosten überschreiten.

Keine direkte Auswirkung auf Privatversicherte

Keine Auswirkung hat die Regelung auf die Versicherungssätze der privaten Krankenversicherung. Deren erwachsene Versicherte bezahlten nach Erhebung der SOEP aus dem Jahr 2006 im Schnitt 324 Euro im Monat (» Statistik - durchschnittlicher Beitrag für die private Krankenversicherung). Der maximale Beitragssatz für gesetzlich Versicherte ab kommendem Jahr (bei einem Bruttojahresgehalt von 44.100 Euro) liegt zum Vergleich maximal bei etwa 320 Euro – damit sind allerdings, anders als bei der privaten Krankenversicherung, auch Kinder und Ehepartner mitversichert.

Um in die private Krankenversicherung wechseln zu können, mussten Arbeitnehmer in 2008 mehr als 48.150 Euro brutto im Jahr bzw. 4.012 Euro brutto im Monat verdienen. Laut der letzten SOEP-Befragung erreicht diese Einkommensgrenze etwa jeder zehnte Erwerbstätige in Deutschland (» Statistik – durchschnittliches Bruttoeinkommen).

zur Statistik Foto: AOK Pressedienst

Grapherläuterung als Text für Text-to-Speech-Tools

Dieser Graph zeigt Erhebungsergebnisse zum Thema "Durchschnittlicher Beitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen von 1998 bis 2008". Für diese Statistik kann nur das aggregierte Ergebnis wiedergegeben werden. Eine Filterung der Erhebung ist leider nicht möglich. Die Befragung wurde zuerst veröffentlicht 2007. Veröffentlicher der Untersuchung ist Destatis. Der genaue Herkunftsverweis zur Quelle lautet: AOK.de . Die X-Achse trägt keine besondere Bezeichnung. Die Y-Achse trägt die Kennzeichnung "Durchschnittlicher Beitragssatz ". Die nun nachfolgende Erläuterung der Balken geht von links nach rechts. Die Antwort "1998" weist als Wert 13,60 Prozent aus. Die Antwort "1999" ist mit 13,60 Prozent ausgewiesen. Die Antwortoption "2000" weist als Wert 13,60 Prozent aus. Die Merkmalsausprägung "2001" ist von 13,60 Prozent der Befragten angegeben worden. Die Antwort "2002" ist mit 14,00 Prozent ausgewiesen. Die Antwortoption "2003" ist mit 14,30 Prozent ausgewiesen. Die Antwortoption "2004" ist mit 14,20 Prozent ausgewiesen. Die Merkmalsausprägung "2005" ist mit 14,20 Prozent ausgewiesen. Die Antwort "2006*" ist mit 14,20 Prozent ausgewiesen. Die Antwortoption "2007*" weist als Wert 14,80 Prozent aus. Die Merkmalsausprägung "2008**" weist als Wert 14,90 Prozent aus.

Folgende Anmerkungen wurden für diese Umfrage festgehalten: Prozentuale Angabe des Anteils, der vom Brutto-Einkommen als Beitrag an gesetzliche Krankenversicherungen abgeführt wird. Werte wurden zum besseren Verständnis der Statistik gerundet.

* Erfasst wurden diese Werte im Januar eines Jahres. ** Der Wert für 2008 enstammt nicht der AOK-Quelle, sondern basiert auf einer Durchschnittsberechnung der aktuellen Kassenbeiträge von 220 Krankenkassen in Deutschland im September 2008. Die vorliegende Erhebung wurde bei Statista katalogisiert in der Oberkategorie "Gesundheit" und der Unterkategorie "Gesundheitssystem". Als Stichworte (Tags) wurden dieser Frage Beitrag, Beitragssteigerung, Beitragssteigerungen, Gesundheit, Gesundheitskosten, Krankenkasse und Krankenkassenbeiträge zugeordnet.

Es folgen zu Ihrer Information einige Hintergrundangaben zur Statistik "Durchschnittlicher Beitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen von 1998 bis 2008", soweit die Quelle darüber Auskunft gibt. Anzahl der befragten Personen: . Als so genannte Missing Values werden Untersuchte geführt. Als Durchführender der vorliegenden Untersuchung ist angegeben: . Die Statistik ist Bestandteil dieser Studie: . Die Daten wurden in folgendem Zeitraum erhoben: 1998 - 2007. Das vorliegende Ergebnis gilt für die Region Deutschland. In dieser Studie wurden Personen folgenden Alters betrachtet: . Für die untersuchten Personen dieser Studie gelten die nachfolgenden besonderen Eigenschaften: .

Dieser Textservice , implementiert für so genannte Text-to-Speech-Programme, die Webseiten vorlesen können, wird bereitgestellt durch Statista.org. Bitte beachten Sie, dass durch die Texterstellung unter automatischer Einbindung von Daten vereinzelt grammatikalische Fehler entstehen können. Wir bitten dies zu entschuldigen.

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