Aussagen zu den Auswirkungen der internationalen Finanzkrise auf die persönlichen Finanzen

Auswirkungen der Finanzkrise auf persönliche Finanzen
Erhebung
Erhebung durchInfratest dimap
Name der ErhebungARD DeutschlandTREND Oktober 2008
Erhebungszeitraum29.09.2008 bis 30.09.2008
Befragung
Anzahl der Befragten1.000
RegionDeutschland
Altersgruppeab 18 Jahre
Besondere EigenschaftenWahlberechtigte
Art der BefragungComputergestützte Telefoninterviews (CATI)
Veröffentlichung
Veröffentlicht durchWDR, ARD Tagesthemen
HerkunftsverweisARD.de
Veröffentlichungsdatum2. Oktober 2008
Hinweise
Mehrfachnennungen waren möglich.
Bericht zum Thema

09.10.2008Finanzkrise

Sicherheit hängt auch an den Sparern

37 % machen sich Sorgen um ihre Ersparnisse
Die weltweite Finanzkrise lässt viele Deutsche nervös auf ihre Ersparnisse schauen. Nach Expertenansicht sind Sparer in Deutschland dabei besser geschützt, als in den meisten anderen Ländern. Grund ist ein weltweit einzigartiger Einlagensicherungsfonds. Die verbreitetesten Anlageformen sind durch diesen Fonds abgesichert.

Infolge der dramatischsten Bankenpleite in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, der Insolvenz des Kölner Bankhaus Iwan Herstatt im Jahr 1974, verloren tausende Kunden der Privatbank Teile ihrer angelegten Ersparnisse. Die privaten deutschen Banken gründeten in Reaktion auf diesen Vorfall den sogenannten Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands der deutschen Banken, dem unter anderem die Deutsche Bank, die Commerzbank und die Postbank angehören.

Der Einlagenfonds sichert den Sparern einer Bank zu, dass beispielsweise Sparbücher und Girokonten bis zu einer Höhe von 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals einer Bank je Kunde abgesichert sind. In anderen Worten: Besitzt eine Bank nur ein Eigenkapital von zehn Millionen Euro, ist jeder Kunde bereits bis drei Millionen Euro Einlagenhöhe abgesichert. Bei den bekannten Geschäftsbanken liegt dieses Eigenkapital weit jenseits der Milliardengrenze.

Die Ersparnisse der meisten Deutschen sind damit abgesichert. Mit 54,4 Prozent Verbreitung ist das Sparbuch noch immer die populärste Anlagemethode bei deutschen Banken, so eine Umfrage des Verbandes der Privaten Bausparkassen e.V im Frühjahr 2008 (» Umfrage zu Geldanlagen deutscher Bankkunden). Über 35,3 Prozent der deutschen Erwachsenen nutzen demnach auch das eigene Girokonto, um Geld zurückzulegen. Kritisch kann es für diese konservativen Sparer nur werden, wenn das Finanzsystem – trotz Fonds – einen vollständigen Kollaps erleidet. In einem solchen Szenario müsste jedoch ein Großteil der deutschen Kontobesitzer dem System nicht mehr trauen und sein Geld von der Bank abheben wollen. Angeschlagen durch die Finanzkrise, aufgrund derer sich die Banken derzeit untereinander de facto kein Geld leihen, könnten Institute so zahlungsunfähig werden. Zwar würde der Sparfond in einem solchen Fall eingreifen, doch auch dieser verfügt nur über „begrenzte“ Mittel. Experten schätzen die Rücklagen auf rund fünf Milliarden Euro. Eine Bankenpleite im großen Stil könnte damit nicht finanziert werden.

Als letzte Bastion in einem solchen Szenario bliebe der Staat – und damit alle Steuerzahler. Der hat sich, angekündigt durch die Bundesregierung, bereits für die Spareinlagen aller Sparer verbürgt. Noch verhalten sich die deutschen Sparer jedoch ruhig und sind damit ein wichtiger stabilisierender Faktor in rauen Finanzzeiten. Zwar geben 37 Prozent an, dass sie grundsätzlich um ihre Ersparnisse Sorgen haben (» Umfrage zu Sorgen wegen Finanzkrise). Doch die deutliche Mehrheit von 74 Prozent hatte laut einer Befragung durch Emnid Ende September keine Angst, aufgrund der Finanzkrise Geld zu verlieren (» Umfrage zu Angst vor Wertverlust eigener Anlagen).

Aktien gehören dem Kunden

Aktien und Aktienfonds gehören nicht zur Insolvenzmasse einer Bank, sondern werden als Wertpapiere nur von ihr verwaltet. Abseits des Kursrisikos sind diese damit bei einer Bankenpleite tatsächlich „sicherer“ als ein dort gebuchtes Sparvermögen. Ein ganz praktisches Risiko für den Anleger besteht in einem solchen Fall jedoch darin, dass er aufgrund des anzunehmenden Ausnahmezustands in der Bank gegebenenfalls keinen schnellen Zugriff auf seine Wertpapiere hat und nicht auf schnell Kursentwicklungen reagieren kann.

Dass Aktien im Fall eines kollabierenden Finanzsystems – theoretisch –  von Vorteil sein können, wird Aktionäre der aktuellen Kursentwicklung weltweit jedoch kaum trösten. Wie derzeit, dürften die Aktienkurse auf eine solche Krise ebenfalls mit starken Verlusten reagieren. Laut der Typologie der Wünsche (TdW) nutzt in Deutschland nur eine Minderheit von etwa sechs Prozent der Haushalte Aktien als relevante Geldanlage (» Umfrage zu Aktienbesitz als Geldanlage). Aktienfonds sind dagegen in Deutschland etwas weiter verbreitet: 15 Prozent der Haushalte (» Umfrage zu Aktienfonds als Geldanlage) verfügten laut TdW im vergangenen Jahr über eine solche Geldanlage.

zur Statistik Foto: dontworry, wikimedia/gnu

Grapherläuterung als Text für Text-to-Speech-Tools

Die dargestellte Statistik zeigt das Ergebnis einer Erhebung zum Thema "Aussagen zu den Auswirkungen der internationalen Finanzkrise auf die persönlichen Finanzen". Für diese Statistik kann nur das aggregierte Ergebnis wiedergegeben werden. Eine Filterung der Erhebung ist leider nicht möglich. Die Befragung wurde zuerst veröffentlicht am 2. Oktober 2008. Veröffentlicher der Untersuchung ist Infratest dimap. Der genaue Herkunftsverweis zur Quelle lautet: ARD.de. Der Graph zeigt an der X-Achse keine übergeordnete Beschreibung. Die Y-Achse trägt die Kennzeichnung "Anteil der Befragten". Die nun nachfolgende Erläuterung der Balken geht von oben nach unten. Die Merkmalsausprägung "Finde es ärgerlich, dass am Ende immer der Steuerzahler zur Kasse gebeten wird" weist als Wert 95,00 Prozent aus. Die Antwort "Rechne damit, dass auch in Deutschland Banken pleite gehen" ist mit 72,00 Prozent ausgewiesen. Die Antwortoption "NOtfalls sollte auch der deutsche Staat Geld bereitstellen, um die Banken zu sichern" weist als Wert 56,00 Prozent aus. Die Merkmalsausprägung "Glaube, dass bei den Geldinstituten in Deutschland sichergestellt ist, dass den Ersparnissen der Kunden nichts passiert" ist von 56,00 Prozent der Befragten angegeben worden. Die Antwort "Mache mir Sorgen um meine Ersparnisse" ist mit 37,00 Prozent ausgewiesen. Die Antwortoption "Habe mich bereits erkundigt, wie sicher mein Geld bei meiner Bank bzw. Sparkasse ist" ist mit 24,00 Prozent ausgewiesen. Die Merkmalsausprägung "Habe bereits Teile meiner Ersparnisse anders angelegt, damit sie sicherer sind" ist mit 20,00 Prozent ausgewiesen.

Folgende Anmerkungen wurden für diese Umfrage festgehalten: Mehrfachnennungen waren möglich. Die vorliegende Erhebung wurde bei Statista katalogisiert in der Oberkategorie "Gesellschaft & Politik" und der Unterkategorie "Wirtschaft". Als Stichworte (Tags) wurden dieser Frage Banken, Bankenkrise, Deutschland, Ersparnisse, Finanzen, Finanzkrise, Geld, Geldanlage, Geldanlageformen, Geldinstitut, persönlich, Sorgen, sparen, Sparkasse, Staat und Vermögen zugeordnet.

Es folgen zu Ihrer Information einige Hintergrundangaben zur Statistik "Aussagen zu den Auswirkungen der internationalen Finanzkrise auf die persönlichen Finanzen", soweit die Quelle darüber Auskunft gibt. Anzahl der befragten Personen: 1.000. Als Missing Values werden untersuchte Individuen genannt. Folgender Erheber der Daten ist angegeben: ARD DeutschlandTREND Oktober 2008. Die Ergebnisse stammen aus folgender Studie: ARD DeutschlandTREND Oktober 2008. Die Daten wurden in folgendem Zeitraum erhoben: 29.09.2008 bis 30.09.2008. Das vorliegende Ergebnis gilt für die Region Deutschland. Folgende Altersbeschränkung gilt für diese Untersuchung: ab 18 Jahre. Betrachtet wurden in dieser Erhebung Personen mit folgenden speziellen Eigenschaften: Wahlberechtigte.

Dieser Textservice , der die Sprachausgabe mittels Vorlese-Tools erlaubt, wird bereitgestellt durch Statista.org. Bitte beachten Sie, dass durch die Texterstellung unter automatischer Einbindung von Daten an einigen Stellen grammatikalische Fehler auftreten können. Wir bitten dies zu entschuldigen.

Wie geht das?


Bookmarks| alle

Mehr zu...
Statistik nutzen
Sie nutzen diese Statistik für Blog, Webseite o.ä.? Wir verlinken Sie im Gegenzug gerne hier auf Statista.
Was im Leben wirklich wichtig ist Wozu leben wir? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Wie viel Prozent der Deutschen halten die Auseinandersetzung mit Sinnfragen für besonders wichtig?
Webseiten mit dieser Statistik

Auf diese Seite sind noch keine Seiten verlinkt!

Möchten auch Sie diese Statistik auf einer Webseite einbinden? Ganz einfach hier anschauen wie es geht.

Berichte

Ökologisches aus dem Supermarkt

lesen


Häufig genutzte Suchbegriffe
   Auto     Ernährung    Einkommen  Diät Benzin   Scheidung      Körpergröße     Mode Krankheit   Kriminalität  Liebe     Computer    Fotografie   Obama  Politik  Urlaub     Unterhaltszahlung     Alkohol     Internet  TV   Hobby    Alter Musik     Körper Gesundheit      Atomstrom Online