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Durchschnittliche weitere Lebenserwartung nach Altersgruppen in Jahren

Durchschnittliche weitere Lebenserwartung nach Altersgruppen
Erhebung
Erhebung durchDestatis
Name der ErhebungLebenserwartung in Deutschland
Erhebungszeitraum2005 bis 2007
RegionDeutschland
Altersgruppe0 bis 80 Jahre
Veröffentlichung
Veröffentlicht durchDestatis
HerkunftsverweisDestatis.de
VeröffentlichungsdatumKeine Angabe
Hinweise
Werte wurden zum besseren Verständnis der Statistik gerundet. Die Werte der obigen Statistik stellen laut Quelle eine Momentaufnahme der Sterblichkeitsverhältnisse im betrachteten Untersuchungszeitraum dar. Es sind somit bspw. keine möglichen Verbesserungen im medizinischen Bereich, die künftig die Lebenserwartung erhöhen können, berücksichtigt worden.
Bericht zum Thema

17.09.2008Statistik-Einblick: Lebenserwartung

Prognose vom Ende des Lebens

Lebenserwartung: Großvater schlägt Enkel?
Lebenserwartung: Großvater schlägt Enkel?
Ein zwischen 2005 bis 2007 geborener Junge kann nach Berechnungen des statistischen Bundesamts mit 76,9 Jahren Lebenszeit rechnen. Ein heute 80-Jähriger hat statistisch hingegen noch weitere 7,6 Jahre vor sich und bringt es damit auf 87 Lenze. Verschlechtert sich die Lebenserwartung?

Nein. Zwar zeigt die aufgeführte Statistik die durchschnittliche weitere Lebenserwartung verschiedener Altersgruppen - konkret wird dargestellt wie viel Jahre Männer und Frauen die zwischen 2005 und 2007 im Alter von 0, 20, 40, 60, 65, 80 Jahren waren, im Durchschnitt noch zu leben haben - doch die Lebenserwartung sinkt bekannterweise nicht, sondern steigt aufgrund einer besseren Gesundheitsversorgung stetig an. Vereinfacht ausgedrückt, liegt die auf den ersten Blick erstaunliche Differenz zwischem dem Neugeborenen und dem Senioren daran, dass die Lebenserwartung für eine Person statistisch ansteigt, wenn diese erst einmal ein höheres Alter erreicht hat. Bei Männern beispielsweise sinkt nach Erreichen des Rentenalters die Wahrscheinlichkeit, bei einem Arbeitsunfall ums Leben zu kommen. Ein 65-jähriger Mann hat dieses Risiko in der Regel hinter sich gelassen und gewinnt damit statistisch an Lebenszeiterwartung.

Unter Lebenserwartung wird generell die statistische Zeitspanne verstanden, die einem Menschen von einem festgesetzten Zeitpunkt, wie seiner Geburt oder einem anderen Lebensjahr, bis zu seinem Tod bleibt. Grundlage für die Berechnung der durchschnittlichen Lebenserwartung sind so genannte Sterbetafeln. Die amtlichen Sterbetafeln basieren auf Daten über die Gestorbenen im Verhältnis zur Durchschnittsbevölkerung über einen Zeitraum von drei Jahren. Die oben aufgeführten Lebenserwartungen basieren daher auf einer aktuellen Momentaufnahme der Sterblichkeitsverhältnisse in Deutschland. Der Graph gibt daher wieder, wie viele Lebensjahre Menschen eines bestimmten Alters nach den aktuellen Lebensbedingungen durchschnittlich noch zu leben hätten. Eine Veränderung der Sterblichkeitsverhältnisse in der Zukunft ist in dieser Statistik nicht berücksichtigt.

Prognosen, die berücksichtigen, dass eine weitere Verbesserung der Lebensumstände in Deutschland erwartet werden kann, kommen zu höheren Lebenserwartungen. Grundlage sind hier Langzeitanalysen der Sterblichkeitsverhältnisse, die in Deutschland bereits seit 1871 erfasst werden. Dabei lässt sich feststellen, dass die Lebensdauer der Deutschen in diesem Zeitraum kontinuierlich gestiegen ist. So wurde ein 1871 geborener Mann durchschnittlich 39,1 Jahre (Frau: 42,1) alt. Ein 2004 geborener Junge hingegen kann - erwartete medizinische Entwicklungen berücksichtigt - mit einer Lebenserwartung von 81,7 Jahren rechnen (Lebenserwartung von Mädchen: 87,8 Jahre).

Neben der medizinischen Entwicklung werden Faktoren wir Hygiene, Ernährung, Wohnsituation und verbesserte Arbeitsbedingungen mit einbezogen. Der starke Anstieg in den vergangenen 150 Jahren ist auch dem glücklichem Umstand zu verdanken, dass seit Ende des Zweiten Weltkriegs keine kriegerischen Auseinandersetzungen in Deutschland mehr stattgefunden haben. Für die unterschiedliche Lebensdauer von Männern und Frauen werden verschiedene Faktoren angeführt. So gelten Männer als weniger gesundheitsbewusst, gehen mehr Risiken ein und arbeiten oftmals in potenziell gefährlicheren Berufen.

Deutschland zählt im europäischen Vergleich laut WHO übrigens nur zu den Ländern mit einer eher durchschnittlichen Lebenserwartung - ganz vorne liegen hier die Schweiz, Italien und Schweden. Das Schlusslicht bildet Russland, vor der Ukraine und der Türkei.

zur Statistik Foto: gary sludden, istock

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